algeny - Frachtderivate einfach erklärt neu Container Swap Agreements


Direkt zum Seiteninhalt

Bulk FFAs

FFA

Bulk FFAs


FFAs für Massengüter entwickelten sich aus
BIFFEX (ein Index-Future Contract, der an LIFFE gehandelt wurde). Die Index-Futures stellten einen Korb von drei Schiffsgrößen da, die sich unterschiedlich und auch gegensätzlich bewegten. Handelshäuser meldeten Bedarf an, ihre Frachtpositionen spezifischer abzusichern. Mit FFAs kann eine bestimmte Index-Route abgesichert werden, die ein wesentlich genaueren Hedge bietet. 1992 war es so weit und der erste FFA wurde gehandelt. Seither sind FFAs fest etabliert in der Schiffahrt als ein Bestandteil der Frachtkomponente.



Copyright (c) 2009 Baltic Exchange Information Services Ltd

Seit 1992 hat sich viel getan. Der Bulk Index hat sich weiterentwickelt und wurde gesplittet, so daß Cape, Panamax, Supramax und Handysize jeweils einen separaten Index bekamen. In 1998 wurden Tanker FFAs eingeführt und mit den ersten Clearing Möglichkeiten in 2001 kam der Durchbruch zur Finanzwelt. Banken und Hedge Fonds wurden neugierig. Dieser Schritt brachte mehr Handelsvolumen und Liquidität in den Markt. Das monatlich gehandelte Volumen hat in 2008 die 3 Millionen Lot Marke überschritten allein für den Bulk Bereich.

Definition FFA

Forward Freight Agreements sind Papier Swap Geschäfte, welche zu einer festgelegten Rate, Quantität und Periode in der Zukunft für eine spezifizierte Baltic Route ge- oder verkauft und dann am Ende der besagten Periode gegen die entsprechenden physischen Indizes abgerechnet (settled) werden.




Konzept

Der Hauptunterschied zwischen einem FFA und einer physischen Charter ist, dass beim Papierhandel weder die Möglichkeit noch die Notwendigkeit besteht Schiff oder Fracht zu bewegen. Damit ergibt sich eine Flexibilität bei der Risiko Absicherung, die weitaus größer ist als das bei Anwendung der althergebrachten Methoden möglich war. In jedem Fall wird der FFA am Tag der Fälligkeit (settlement) monetär gegen den von der Baltic Exchange verifizierten Index abgerechnet.
Zwei Parteien einigen sich für eine bestimmte Route auf einen Preis für ein FFA und damit auf ein in der Zukunft liegendes Fälligkeitsdatum. Eine der Parteien tritt als Käufer, die andere als Verkäufer auf. Wenn das Fälligkeitsdatum erreicht ist und der Abrechnungspreis (settlement price) höher liegt als der vereinbarte Vertragspreis für den FFA, zahlt der Verkäufer dem Käufer die Differenz zwischen dem Vertragspreis und dem Abrechungspreis. Wenn der Abrechnungspreis niedriger ist als der Vertragspreis kompensiert der Käufer den Verkäufer basierend auf dieser Differenz. Der Standard Abrechungspreis errechnet sich beim Handel einer individuellen Route aus dem Durchschnitt der letzten sieben oder zehn von der Baltic Exchange publizierten Index Tage des jeweilig relevanten Monats. Wird hingegen eine Periode gehandelt, wird zur Ermittlung des Standard Abrechnungs-preises der Durchschnitt aller Index Tage zu Grunde gelegt. In einvernehmlicher Absprache können sich zwei Vertrags-parteien auch auf eine andere Grundlage zur Ermittlung des Abrechnungspreises einigen.

Wie FFAs genau funktionieren, könnt Ihr auf der nächsten Seite an Hand eines Beispiels sehen.




Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü