FFA
FFA Optionen
Eine Option gibt dem Käufer das Recht, nicht aber die Verpflichtung, einen FFA zu einem vorab vereinbarten Preis (strike) zu einem vertraglich festgehaltenen Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Der Verkäufer (writer) veräußert dieses Recht und erhält im Gegenzug eine Prämie.
Wenn der Markt sich zu Gunsten des Halters (Käufer) der Option entwickelt (in the money), wird die Option automatisch bei Ablauf (expiry) erklärt, was zum Zeitpunkt des Settlements stattfindet. Das bedeutet, dass der Halter von seinem Recht Gebrauch macht, mit dem Verkäufer den FFA Handel einzugehen bzw. den FFA abzurechnen. Dreht sich der Markt zu Ungunsten des
Halters der Optionen, wird die Option nicht erklärt und der Verkäufer gewinnt die Prämie, da er nichts an den Optionskäufer zu zahlen hat.
Optionen werden genutzt, weil sie bei überschaubarem Risiko ansehnliche Gewinne ermöglichen. Der maximale Verlust für den Halter ist die vorab an den Verkäufer zu zahlende Prämie. Für den Verkäufer hingegen, sind zwar bei Zeichnung einer Put Option die potenziellen Verluste limitiert (bis Null), aber beim Verkauf einer Call Option kann theoretisch unendlich viel Geld verloren gehen. Damit also eine Option zu Stande kommt, müssen die beiden interessierten Parteien nicht nur eine entgegengesetzte Meinung zur Marktent-wicklung haben, die Prämie muss auch hoch genug sein, um den Verkäufer zu bewegen, das verhältnismäßig hohe Risiko zu tragen.
Eine Option zu kaufen, kann mit dem Abschluss einer Haftpflichtversicherung verglichen werden. Der Versicherte zahlt eine moderate Prämie und sichert sich damit für den potenziellen Haftungsfall gegen Kompensationszahlungen in unüberschaubarer Höhe ab. Der Versicherer übernimmt dieses Risiko, weil er davon ausgeht, dass der Eintritt des Schadens-falles unwahrscheinlich ist und somit die Option nicht erklärt wird.
Und hier wieder ein Beispiel für Euch: