FFA
Tanker FFAs
Der Tanker FFA (Forward Freight Agreement) Markt deckt eine Reihe von standard Tanker Schiffahrtsrouten ab und berücksichtigt dabei die unterschiedlichen Transporteinheiten. Rohöl wird in größeren Mengen und daher auch in größeren Schiffen befördert, wo hingegen das raffinerierte Öl in kleineren Mengen verschifft wird. Die Baltic Exchange hat deshalb zwei Indexe herausgegeben, auf denen die Tanekr FFAs basiert sind: Baltic Dirty Tanker Index (BDTI) und der Baltic Clean Tanker Index (BCTI).

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Fracht Derivate gibt es bereits seit Mitte der 1990er Jahre für den Bulk Bereich. Tanker FFAs sind 1998 mit der Entstehung der oben genannten Indexe ins Leben gerufen worden. Sie stellen den fehlenden Link dar zwischen den disparaten Märkten der zu Grunde liegenden Rohstoffmärkte. In 2001 wurde zusätzlich die Möglichkeit geschaffen, auch das Kreditrisiko der Vertragspartner zu eliminieren, so dass auch Banken und Hedgefonds auf den Frachderivate Handel aufmerksam wurden.
Definition FFA
Forward Freight Agreements sind Papier Swap Geschäfte, welche zu einer festge-legten Rate, Quantität und Periode in der Zukunft für eine spezifizierte Baltic Route ge- oder verkauft und dann am Ende der besagten Periode gegen die entsprechenden physischen Indizes abgerechnet (settled) werden.
Der Hauptunterschied zwischen einem FFA und einer physischen Charter ist, dass beim Papierhandel weder die Möglichkeit noch die Notwendigkeit besteht Schiff oder Fracht zu bewegen. Damit ergibt sich eine Flexibilität bei der Risiko Absicherung, die weitaus größer ist als das bei Anwendung der althergebrachten Methoden möglich war. In jedem Fall wird der FFA am Tag der Fälligkeit (settlement) monetär gegen den von der Baltic Exchange verifizierten Index abgerechnet.
Zwei Parteien einigen sich für eine bestimmte Route auf einen Preis für ein FFA und damit auf ein in der Zukunft liegendes Fälligkeitsdatum. Eine der Parteien tritt als Käufer, die andere als Verkäufer auf. Wenn das Fälligkeitsdatum erreicht ist und der Abrechnungspreis (settlement price) höher liegt als der vereinbarte Vertragspreis für den FFA, zahlt der Verkäufer dem Käufer die Differenz zwischen dem Vertragspreis und dem Abrechungspreis. Wenn der Abrechnungspreis niedriger ist als der Vertragspreis kompensiert der Käufer den Verkäufer basierend auf dieser Differenz. Der Standard Abrechungspreis errechnet sich der Abrechnungspreis aus der Durchschnittsrate aller Index Tage. In einvernehmlicher Absprache können sich zwei Vertrags-parteien auch auf eine andere Grundlage zur Ermittlung des Abrechnungspreises einigen.
Wie Tanker FFAs genau funktionieren, könnt Ihr auf der nächsten Seite an Hand eines Beispiels sehen.